Wie lernt man am besten eine Fremdsprache?

Ich bin Engländer. Ich lerne Deutsch.

Wenn ich gewisse Begriffe auf Deutsch ausdrücken möchte, habe ich manchmal Schwierigkeiten, da es nicht für jeden Begriff eine Äquivalenz zwischen dem Englischen und dem Deutschen gibt; wie z. B. für “table” und “Tisch”.

Häufig wird auch der Rest im Englischen und im Deutschen ganz anders ausgedrückt.

Veilleicht geht es einer deutschsprachigen Person, die versucht Englisch zu lernen, und Schwierigkeiten hat den Unterschied zwischen: “I baked a cake”, “I have baked a cake” und “I was baking a cake” zu verstehen, auch so.

Ich habe z. B. Schwierigkeiten mit Wörtern wie “allerdings”, “zwar”, “tatsächlich”, “in der Tat”, usw., und weiß oft nicht welche Wörter oder Satzkonstruktionen man verwenden darf, oder manchmal am besten verwenden sollte.

Ich habe Bücher, die mir helfen, aber mittels komplizierter Regeln - eine Seite nach der anderen, voller Regeln. Diese Regeln sind zwar einleuchtend, aber es gibt so viel von ihnen.

Mir erscheint, dass ein Kind seine Muttersprache erlernt, ohne eine effektive Kenntnis der Sprachregeln selbst.

Es lernt nicht mittels Regeln, sondern mit Hilfe aufgenommener Beispiele, sowie eines Generalisierungsprozesses. Aus diesen Gründen, erkennen auch erwachsene Muttersprachler meist spontan was korrekt in ihrer Muttersprache ist, ohne dies unbedingt grammatikalisch erklären zu können und die Grundregeln dazu wahrzunehmen. Dies stellt auch oft kein Problem dar, denn sie sprechen meist richtig.

Wenn ein Erwachsener eine Fremdsprache lernen will, ist es deshalb vielleicht am besten, wenn er dieses Lernen nicht allein mit Regeln strukturiert, sondern anhand von Beispielen und Generalisierungen. Diese Beispielsätze dienen dann als Muster.

Nehmen wir z. B.: “Ich komme mit, ich muss allerdings erst zur Bank.”

Von hier aus ist es möglich zu generalisieren: “Ich gehe einkaufen, ich muss allerdings erst frühstücken.”

Dieses Muster ist unabhängig von anderen Mustern, wie z. B.: “Ich muss allerdings sagen, dass ich nicht viel Zeit habe.”, und: “Das ist zwar wahr, aber...”

Auf diese Weise, auch wenn manchmal falsch generalisiert wird, und deshalb Sprachfehler entstehen können, bleibt man immer verständlich. Sich zu verständigen, scheint mir wichtiger, als peinlich korrekt zu sprechen.

Selbstverständlich verfeinert man mit der Zeit seine Kollektion an Beispielen, bis man immer perfekter spricht.

Gleiches gilt auch für Grammatikregeln. Englische Kinder sagen z. B. oft: “I bited my apple” oder “I drawed a picture”. Dies ist zwar fehlerhaft, bleibt aber verständlich.

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